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Abakus


Der Soroban-Abakus ist ein japanischer Rechenschieber und entstammt ursprünglich aus dem chinesischen Suanpan-Abakus. Der Umgang mit dem Soroban-Abakus ist in vielen asiatischen Ländern weit verbreitet. Einen wesentlichen Faktor für die Spitzenleistungen in Mathematik stellt das Rechnen mit dem Soroban, dem japanischen Abakus dar. Auf den Umgang mit dem Soroban-Abakus wird sehr viel wert gelegt, weil diese die Rechenfähigkeiten und –fertigkeiten enorm stärkt. Wer das Rechnen mit dem Soroban längere Zeit intensiv trainiert, ist nach einiger Zeit in der Lage, einen mentalen Soroban-Abakus zu verwenden. Schüler haben mit solchen Rechenfertigkeiten im Mathematikunterricht immense Vorteile. Somit ist eine sichere Bewegung im Zahlenraum möglich. Der Abakus ermöglicht auch eine höhere Rechengeschwindigkeit als der übliche Taschenrechner. Natürlich werden durch das Training im Umgang mit dem Soroban nicht nur Rechenfertigkeiten gewonnen, sondern auch das mathematische Verständnis wird weiter entwickelt.

Der japanische Abakus besteht aus einem Rahmen und mehreren Stangen, auf denen sich je 5 Perlen befinden. Die Perlen des japanischen Systems (4+1) werden durch eine Schiene, auch als Himmel genannt, getrennt, die unteren vier Perlen haben jeweils den Wert 1 und der obere hat den Wert 5. Das ist für die menschliche Auffassungsgabe vorteilhaft, weil wir Zahlen bis etwa fünf auf einen Blick erfassen können. Somit werden die Einer- und Fünferperlen direkt und ohne Nachdenken als Muster erfasst. Je weiter die Perle rechts im Rechenrahmen steht, desto niedriger ist ihr Stellenwert. Die oberen Perlen zählen von rechts beginnend jeweils 5, 50, 500, 5000 usw. Jede der unteren Perlen hat den Wert 1, 10, 100, 1000 usw. Die Punkte auf dem Abakus ermöglichen auch Dezimalrechnungen.